Angekommen

Im Land der unbegrenzten Einkaufsmöglichkeiten

Wir haben es geschafft! Nach etwa zehn Stunden Flug von Frankfurt nach Seattle!

Um es dem Jet-Lag nicht zu einfach zu machen sind wir nicht gleich ins Bett, sondern zuerst noch nach Seattle reingefahren. Völlig verstrahlt haben wir versucht zu Fuß Seattles Wahrzeichen, die Sky Needle zu erreichen. Leider kam sie nicht wirklich näher. Und zu Fuß durch Seattles Rush-Hour zur laufen war nicht die allerschönste Wanderung. Also wieder zurück, zum Abschluss des Tages noch grandioses amerikanisches Essen und ein Bier. Und nach etwa 24 Stunden wach dann endlich ins Bett.

Am nächsten Morgen ging es wieder an den Flughafen und weiter nach Anchorage, Alaska. Bei Ankunft regnete es in Strömen bei etwa 10 Grad. Inzwischen hat sich das Wetter aber gebessert. Gerade sitze ich auf der Veranda unserer sehr schönen Unterkunft in der Sonne. Wir haben hier 1,5 Fernseher pro Person und auch sonst alle Annehmlichkeiten die man sich wünschen kann.

Ein Tag nach unserer Ankunft bekamen wir einen Mietwagen. Das ist wichtig, denn ohne Auto ist man hier nur ein halber Mensch. Mit unserem Boliden haben wir seitdem zwei Ausflüge in die nahe gelegene Wildnis gemacht. Die Landschaft hier ist so schön, man könnte Eintritt verlangen. Und das tun die Amerikaner natürlich auch.

Dabei wurde uns beigebracht: Alaska ist Bären-Land. Auch wenn man den Bären nicht sieht, er ist da. Wenn der Bär einem ins Auge blickt, gibt es zwei Strategien damit umzugehen. Die eine ist, sich groß zu machen und möglichst laut zu sein, die andere ist, sich auf dem Boden zusammen zu kauern und die Schnauze zu halten. Welche Strategie die richtige ist, hängt von der aktuellen Laune des Bären ab. Aber ich bin sicher, der alaskesische Bär an sich hat meistens total gute Laune. Quasi ein Gute-Laune-Bär. Wenn der Bär trotzdem kämpft, soll man zurück kämpfen.

Auf den Rückwegen unserer Ausflüge waren wir einkaufen. Das erste mal bei Walmart, wo wir sehr beeindruckt von der Waffenabteilung waren. Munition gibt es direkt im Hunderterpack im Regal mitten im Laden, Gewehre, Revolver und halbautomatische Knarren gegenüber in der Vitrine. 10 Meter davon befindet sich die Kuscheltierabteilung. Bei unserem zweiten Einkauf bei Target waren wir begeistert von der Medikamenteabteilung. Neben Zahnpasta und Kindervitaminen gibt es Aspirin im 500er und Ibuprofen im 1000er Glas. Dazu ein paar hundert Schlaftabletten und zum runterspülen der gute medizinische Alkohol für $1,75 den Liter. Hmmmm, lecker!

Gestern haben wir noch Simons Geburtstag gefeiert, mit Party-Hüten, Luftballons und kalifornischem Sekt, dazu Pop-Tarts garniert mit Geburtstagskerzen.

Ganz nebenbei habe ich ein Sandwich erfunden. Ich nenne es “Cholesterine-Hero” (siehe Bild).

Morgen geht es weiter mit dem Zug nach Fairbanks. Wenn wir Glück haben ist das Wetter gut und wir sehen weltklasse Panorama und den höchsten Berg Nord-Amerikas (den Denali, alias Mount McKinley), wenn wir Pech haben ist Nebel und Regen und wir müssen uns mit den Erwachsenen-Getränken aus der Bord-Bar die Zeit vertreiben.

So long,
De Ding.

P.S.: Der Simon schreibt auch, und zwar genau hier.